Berufsorientierung

–> Wichtiger Hinweis:

A: für Eltern und Erziehungsberechtigte

B: für Schülerinnen und Schüler

A:

Die Mittelschule Merching bietet ihren Schülern und Schülerinnen neben grundlegender Allgemeinbildung und Erziehung vor allem auch eine praxisnahe berufliche Orientierung an. Hierbei arbeiten alle Lehrkräfte der Mittelschule zusammen.

Die Mittelschule ist eine weiterführende, allgemeinbildende Schule. Sie baut auf der Grundschule auf und führt im Regelbereich in den Jahrgangsstufen 5 bis 9 zum erfolgreichen oder qualifizierenden Abschluss der Mittelschule.

Das Bildungsangebot der Mittelschule Merching schafft die Voraussetzung für den Übertritt in die berufliche Erstausbildung sowie in weitere schulische und berufliche Bildungsgänge.

Das Unterrichtsfach WiB (Wirtschaft und Beruf) und die berufsorientierenden Wahlpflichtfächer Werken und Gestalten (WG), Ernährung und Soziales (ES), Technik (T), sowie Wirtschaft und Kommunikation (WiK) bilden in der Stundentafel für die Mittelschule das Lernfeld Berufsorientierung.

Das Fach WiB hat darin die Funktion eines Leitfaches. Es wirkt mit theoretischen und praktischen Kompetenzerwartungen und Inhalten in die berufsorientierenden Wahlpflichtfächer und im fächerübergreifenden Sinn auch in weitere Fächer der Mittelschule hinein. – Alle WiB-Lehrkräfte, Klassenleiter und Lehrkräfte der berufsorientierenden Wahlpflichtfächer der Mittelschule Merching arbeiten eng zusammen.

Für grundlegende Fragen im Bereich WiB oder Berufsorientierung empfehlen sich die jeweiligen Klassenleiter als erste Ansprechpartner.

Bei speziellen Fragen zu den Wahlpflichtfächern (Ernährung und Soziales, Technik, Wirtschaft und Kommunikation) oder wenn es um eine gezielte Beratung vor der Fächerwahl geht, wenden Sie sich bitte an:

  • Werken und Gestalten: Frau A. Menzinger
  • Technik: Frau M. Meesmann
  • Ernährung und Soziales: Frau I. Steininger
  • Wirtschaft: Frau C. Lubetzki

Das Fach WiB knüpft in den Jahrgangsstufe 5 und 6 inhaltlich an Themenbereiche der Grundschule an. Parallel dazu findet in den Klassen 5 und 6 das Fach WG statt.

In Klasse 7 sind dem Leitfach WiB die Fächer Ernährung und Soziales, Technik sowie Wirtschaft und Kommunikation zur Seite gestellt. – Nun setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der vollen Bandbreite des berufsorientierenden Unterrichts auseinander.

Diese Erfahrung bildet die Basis für eine Auswahl. Denn nur ein Wahlpflichtfach begleitet unsere Schülerinnen und Schüler in die 8. Jahrgangsstufe und dann schließlich auch in die 9. Jahrgangsstufe.

In der 8. Klasse besuchen die Kinder den WiB-Unterricht und bereiten sich parallel in ihrem gewählten berufsorientierenden Wahlpflichtfach auf den Einstieg in die Arbeitswelt vor. (Themen sind hierbei u. a. Berufswahl, Kontakte zu Betrieben sowie weiterführenden Schulen und Bewerbung)

Spätestens in Klasse 9 entscheiden die Schülerinnen und Schüler sich für eine berufliche Erstausbildung oder für weitere schulische und berufliche Bildungsgänge.

Die berufsorientierende Ausbildung der Mittelschule wird durch die Projektprüfung abgeschlossen. – Die Projektprüfung fasst die Abschlussprüfung im Fach Wirtschaft und Beruf (WiB) und im gewählten berufsorientierenden Wahlpflichtfach in Form einer praxisnahen Prüfung zusammen.

Unterstützt wird die Arbeit der Mittelschule Merching im Bereich Berufsorientierung durch die Berufsberatung des Berufsinformationszentrums (BIZ) in Augsburg. – Einmal im Monat finden Sprechstunden der Berufsberatung in den Räumen der Mittelschule Merching statt. (Schülerinnen und Schüler sowie Eltern können jederzeit einen Termin vereinbaren.)

Den Kontakt zur Wirtschaft hält unsere Mitarbeiterin im Arbeitskreis Schule-und-Wirtschaft Frau Kindler.

 

B:            WiB und die berufsorientierenden Wahlpflichtfächer für unsere Schülerinnen und Schüler erklärt:

So geht es in Klasse 5 und 6 los:

Das Fach Wirtschaft und Beruf (WiB) begleitet dich von nun an durch die Mittelschule. Es bildet zusammen mit den berufsorientierenden Fächern Werken und Gestalten und später ab Klasse 7 Technik, Ernährung und Soziales, Wirtschaft und Kommunikation das Lernfeld Berufsorientierung. WiB hat darin die Funktion des Leitfaches.

In WiB …

  • lernst du viele Arbeitstechniken und Methoden kennen, die dir in allen Schulfächern nützlich sein können.
  • lernst du dich selbst einzuschätzen und setzt dich mit deinen Interessen und Fähigkeiten auseinander.
  • beschäftigst du dich sowohl mit der Arbeits- und Berufswelt als auch mit deiner beruflichen Zukunft.
  • … und vieles mehr!

Inhaltlich dreht sich in WiB alles um die Bereiche Arbeit, Wirtschaft, Recht, Berufsorientierung und Technik.

Du entwickelst vielfältige Kompetenzen:

  • Handeln: Mit dem Wissen und Können, das du in WiB erwirbst, bist du in der Lage, eigene Entscheidungen z. B. bei der Berufswahl zu treffen.
  • Analysieren: Durch das genaue Betrachten von Situationen aus deiner Lebenswelt lernst du wirtschaftliche, berufliche, technische und rechtliche Zusammenhänge kennen und verstehen.
  • Kommunizieren: Du kannst dich mit anderen austauschen und deine Meinung begründen.
  • Beurteilen: Mit dem Wissen, das du in WiB aufbaust, kannst du überprüfen, ob etwas rechtlich zulässig ist, und Entscheidungen treffen.

Im WiB-Unterricht wirst du auch verschiedene Rollen und Perspektiven einnehmen, um dich so auf dein zukünftiges Leben vorzubereiten, z. B. wenn du einkaufst (Konsument), wenn du einen Beruf ausübst (Arbeitnehmer), wenn du später selbst ein Unternehmen gründest (Unternehmer) oder wenn du Verträge schließt (Staatsbürger).

WiB und die berufsorientierenden Wahlpflichtfächer in Klasse 7:

Das Fach Wirtschaft und Beruf (WiB) begleitet dich nun schon seit zwei Schuljahren durch die Mittelschule. In den Klassen 5 und 6 hat es mit dem Fach Werken und Gestalten (WG) das Lernfeld Berufsorientierung gebildet.

Das Fach WG gibt es nun in der 7. Jahrgangsstufe nicht mehr.

Neu sind die berufsorientierenden Wahlpflichtfächer:

  • Technik (T)
  • Ernährung und Soziales (ES)
  • Wirtschaft und Kommunikation (WiK)

Hier bekommst du nun die Gelegenheit theoretisch neue Inhalte zu erlenen und diese dann praktisch umzusetzen. Wissen und Können kommen hier zusammen, wenn du kompetent praktische und lebensnahe Aufgaben löst. Oftmals geschieht dies in Form von Projekten oder projektorientiertem Unterricht.

In Klasse 8 steht das Thema Berufswahl im Vordergrund:

Am Ende der 7. Klasse hast du dich für eines der drei berufsorientierenden Wahlpflichtfächer entschieden. Dieses wird dich nun bis zu deinem Schulabschluss begleiten.

Du besuchst also in Klasse 8 das Fach WiB und erhältst ferner Unterricht in dem von dir gewählten berufsorientierenden Wahlpflichtfach. Du spezialisierst dich.

Das bedeutet, dass du deine Berufswahl planst und konkret mit dem Berufswahlprozess beginnst. Solltest du nach der 9. Klasse noch weitere schulische oder andere berufliche Bildungsgänge anstreben, werden ebenfalls jetzt die Weichen gestellt.

WiB und die berufsorientierenden Wahlpflichtfächer in der 9. Klasse und bei der Abschlussprüfung:

Das Fach „Wirtschaft und Beruf“ begleitet dich nun schon seit vier Jahren durch die Mittelschule. In der 9. Klasse ist „Wirtschaft und Beruf“ nicht nur ein Unterrichtsfach, sondern es stellt auch einen Teil der Projektprüfung beim Qualifizierenden Abschluss der Mittelschule dar. In der Mittelschule erwirbst du Fachwissen und entwickelst Kompetenzen für dein zukünftiges Berufsleben und für den Alltag. Die im Fach „Wirtschaft und Beruf“ und im berufsorientierenden Fach erworbenen Kompetenzen kannst du in der eben schon erwähnten Projektprüfung unter Beweis stellen. Hier bearbeitest du in Kleingruppen eine reale Aufgabe. Erlernte Inhalte und erworbene Kompetenzen werden mit Bezug zur Lebenswirklichkeit abgeprüft. Die Aufgabenstellung erhältst du in Form eines Leittextes. Ein Szenario verbindet Aufgaben und Inhalte aus dem Fach „Wirtschaft und Beruf“ mit dem (gewählten) berufsorientierenden Fach. Es handelt sich bei der Aufgabenstellung für die Projektprüfung um eine gemeinsame Initiative der beiden Fächer.

 

So läuft die Projektprüfung ab – so arbeitet ihr im Team:

In einem ersten Schritt müsst ihr klären, was zu tun ist, und die benötigten Informationen einholen.

Dann plant ihr in Gruppen eure einzelnen Arbeitsschritte, beschafft die benötigten Arbeitsmittel oder erstellt sie selbst. Diese Planungsphase endet mit der Entscheidung, wie die konkrete Durchführung des Projekts aussehen wird.

Jetzt ist die praktische Umsetzung des Projekts in der Schule an der Reihe. Während der Durchführung kontrolliert ihr immer wieder, ob die geplanten Schritte eingehalten bzw. das geplante Projektziel verfolgt wird.

Nach der Durchführungsphase präsentiert ihr eure Ergebnisse vor den Prüferinnen und Prüfern.

Es ist wichtig, dass ihr nicht nur Ergebnisse vorlegt, sondern auch die Phasen des Projekts darstellt und kritisch reflektiert. Daher müsst ihr jede Phase des Projekts in geeigneter Weise dokumentieren. Das bedeutet, dass ihr jeden Arbeitsschritt, jedes Zwischenergebnis und jede Reflexion schriftlich, in Bildern oder in Form von Film- und Tonaufnahmen festhaltet.

Die Projektprüfung wird nicht (zwingend) während des Prüfungszeitraumes, sondern kann bereits im Laufe des Schuljahres durchgeführt und bewertet werden.

Die Projektnote wird dann sowohl in das Zeugnis über den Qualifizierenden Abschluss der Mittelschule wie auch in das Abschlusszeugnis der Jahrgangsstufe 9 aufgenommen.

Wann die Projektprüfung genau stattfindet und wie lange sie dauert, erfahrt ihr von euren Fachlehrkräften oder von eurer Lehrkraft des Faches Wirtschaft und Beruf.

Auch wenn ihr euer Projekt in Gruppen vorbereitet und erarbeitet, erhält jede und jede Schülerin und jeder Schüler eine eigene Note. Denn es wird immer die individuelle Leistung beobachtet, geprüft und bewertet.